Bereich: Forschungsprojekt, Beratung

(2015) Vorstudie: Bremer Jugendhilfe und Jugendfürsorge im Nationalsozialismus

Bremer Jugendhilfe in der NS-Zeit: Vorstudie zusammen mit Gerda Engelbracht im Auftrag des Diakonischen Werks Bremen e.V.

Die Konzeption des Gedenkens bedarf der Forschung. Trotz zahlreicher verdienstvoller Ansätze stellt die Geschichte der öffentlichen und kirchlichen Jugendhilfe in Bremen in der Zeit des Nationalsozialismus bis heute ein Forschungsdesiderat dar. Auf der Grundlage der umfangreichen Fachliteratur zur Geschichte der Jugendhilfe wurden die vorhandenen Archivalien im Staatsarchiv Bremen, im Archiv der Diakonie in Berlin und in den Archiven der einschlägigen Einrichtungen gesichtet und in Teilen ausgewertet. Entstanden ist ein Plateau, das die Verwicklung der Fürsorgeinstitutionen im Bereich der evangelischen Diakonie Bremens und der dort beschäftigten Mitarbeiter_innen in das Aussortierungssystem des Nationalsozialismus sichtbar macht und Ansatzpunkte zur weiteren Aufarbeitung genauso wie für eine Praxis des Gedenkens gibt.

In Bremen war die Fürsorgelandschaft zu Beginn des Nationalsozialismus stark von den sie tragenden diakonischen Traditionen geprägt. Kirche und Innere Mission waren seit der Reformation die zentralen Träger der bremischen Wohlfahrtspflege.

Gerda Engelbracht, Andrea Hauser: Grundlagenstudie zur Aufarbeitung der Bremer Jugendhilfe und Jugendfürsorge in der NS-Zeit.